Was ist Mediation?

Mediation hilft Lösungen zu finden, die beide Seiten zufriedenstellen.

In diesem Satz verstecken sich bereits wesentliche Grundgedanken der Mediation:
"Lösungen finden" ist etwas anderes als Recht sprechen oder ein Urteil fällen. "Finden helfen" heißt, dass der Mediator oder die Mediatorin keine Lösungen aus dem Hut zaubert. Die Konfliktparteien sind aufgefordert, eigene Lösungen zu finden, allerdings mit Hilfe des Mediators. Das Wort "Konfliktparteien" setzt voraus, dass es überhaupt einen benennbaren Konflikt gibt. Ohne Zankapfel keine Mediation! "Beide Seiten zufriedenstellen" heißt, dass es keine Verlierer geben sollte. Beide Streitparteien müssen das Ergebnis der Mediation als faire und sachgerechte Lösung ansehen. Mediation ist ein sehr strukturiertes Verfahren. Die Struktur ist wichtig, um das Ziel Konfliktlösung nicht aus den Augen zu verlieren.



Fragen zur Mediation


Wie läuft eine Mediation ab?

In einem Vorgespräch (in der Regel mit einer Konfliktpartei) werden abgeklärt: die Eignung des Konflikts für eine Mediation, der einzuladende Kreis der Konfliktbeteiligten, die entstehenden Kosten und was sonst noch wichtig ist.

 

Die eigentliche Mediation findet dann mit allen Konfliktparteien statt, kann mehrere Termine umfassen ( 90-120 Min) und durchläuft verschieden Phasen von Schilderung der Problematik aus unterschiedlichen Perspektiven bis hin zur Vereinbarungsphase, in der Lösungen schriftlichen ausformuliert werden.

 

Was kostet eine Mediation?

Die  Kosten einer Mediation rechnen sich nach dem Zeitaufwand, evtl. auch nach dem Streitwert oder nach dem Tätigkeitsfeld des Mediators / der Mediatorin (Rechtanwalt, MitarbeiterIn in einer Beratungsstelle usw.). Konfliktfälle sind sehr individuell und unterschiedlich. Mediationsverfahren sind jedoch deutlich kostengünstiger als der Gang vor Gericht. Fragen Sie einfach unverbindlich bei einem unserer Mediatorinnen oder Mediatoren an.

Mediation – für wen?

Die unterschiedlichsten Bereiche des täglichen Lebens können von der Arbeit eines Mediators / einer Mediatorin profitieren, beispielsweise

In der Familie:
Bei Trennung, Scheidung, Erbschaftsstreitigkeiten (auch vorbeugend), Generationskonflikten ...

Auf der Arbeit:
Bei Mobbing, Teamkonflikten, Beziehungskonflikten, Geschäftspartnern, Verträgen ...

In der Nachbarschaft:
Bei Mietstreitigkeiten, Haustiere, Lärmbelästigungen, Grenzbebauungen ...

Weitere Anwendungsbereiche:
In Politik, Wirtschaft, Kultur, Ökologie, Kirche, Strafrecht (Täter-Opfer-Ausgleich), Interkulturelle Konflikte ...
 

Gute Gründe für die Mediation

  • Der Rahmen der Mediation ist persönlich und vertraulich.
  • Beziehungen werden verbessert, bleiben erhalten.
  • Ihre Lösungen können kreativ, individuell und unkonventionell sein.
  • Psychischer Stress wird vermieden oder reduziert.
  • Sie bleiben Herr Ihres Verfahrens: Nichts geschieht ohne Ihre Zustimmung.
  • Das Preis/Leistungsverhältnis ist günstig.

Wichtig zu wissen

Konflikte können eine Chance sein

 

Konflikte sind Indikatoren dafür, dass etwas in einer Beziehung oder in einem Beziehungsgeflecht nicht "rund läuft". Deshalb sollten wir sie nicht als Katastrophen, sondern als Wachstumsknoten ansehen. Zunächst hat es den Anschein, als ob der Konflikt blockiert und sich die Dinge dadurch verschlimmern. Wenn es aber gelingt, ihn in guter Weise zu lösen, gehen wir und die anderen Beteiligten gestärkt aus dem Konflikt hervor. Die Fähigkeit eines Menschen, Konflikte zu lösen, ist ein Indikator für seine Zufriedenheit und seinen Erfolg im Leben.

 

Nur wenn alle wollen, kann Mediation gelingen

 

Eine Mediation kann nur gelingen, wenn sich die Konfliktparteien freiwillig dazu entscheiden. Eine eigenverantwortliche, einvernehmliche Lösung kann unter Druck kaum zustande kommen. Vielleicht erinnern wir uns an die Sandkastenstreitereien mit Geschwistern und Spielgefährten und das mit donnernder Stimme auf uns niedersausende, "streitschlichtende" Wort des Vaters oder Lehrers: "VERTRAGT EUCH! GEBT EUCH DIE HAND!". Was oberflächlich gelöst scheint, wird bald wieder an die Oberfläche drängen.

Selbst Mediator werden

Mediationsausbildungen werden von vielen Verbänden, Bildungsstätten, Volkshochschulen usw., angeboten. Ob es Zugangsvoraussetzungen gibt, entscheidet zur Zeit noch jedes Ausbildungsinstitut individuell. In der Regel werden ca. 200 Ausbildungsstunden gefordert, die in manchen Instituten nach Grund- und Aufbaukursen gegliedert sind.

 

Eine Ausbildung zum/zur Mediator/in ist hilfreich für alle

 

  • die hauptberuflich, nebenberuflich oder ehrenamtlich in Konflikten vermitteln möchten.
  • die in ihrem beruflichen Kontext mit Konflikten umgehen müssen.
  • die einfach wissen wollen, wie sich Konflikte friedlich beilegen lassen.

 

Wichtig!

Nicht alle Ausbildungen werden von den großen Dachverbände anerkannt. Wenn Sie sicher sein wollen, dass die Qualität stimmt, bietet die Homepage des Bundesverbandes für Mediation (BM) unter www.bmev.de. wichtige Orientierungshilfe.

 

Wemediate empfiehlt das Mediationsstudio Schäffer (www.neueoptionen.de),  das nach den Richtlinien des Bundesverbandes Mediation Mediatoren in Hannover, Würzburg und Stuttgart ausbildet.